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Frequency

Label: InsideOut (2009)

Unter allen Neo-Progressive Bands der 80er Jahre, als Marillion, Pendragon, Jadis und Twelfth Night ihr (Un-)Wesen starteten, waren IQ (wie der Name erwarten lässt!) immer eine der intellektuellsten Gruppen. Nachdem man die 80er Jahre nur mit einigen Schäden überstanden hatte, fand man sich in den 90er Jahren wieder zusammen und musiziert in seither in recht stabiler Besetzung. Lediglich Hauptmitglied, Boss der Plattenfirma und Keyboarder Martin Orford nahm vor zwei Jahren seinen Hut, da er sich aus dem Musikgeschäft verabschieden möchte.

Nun liegt die erste Scheibe nach der Neubesetzung des Postens an den Tasten vor. Und man muss zugeben: "Frequency" hat Klasse und Stil. Die fünf Jahre Wartezeit seit der letzten Veröffentlichung haben sich gelohnt. IQ bieten alles, wofür Fans und Kritiker sie schon immer geliebt haben: Keyboardwände so groß wie der Isenheimer Altar, dazu monumentale Gitarrenarbeit und anspruchsvolle Arrangements nebst intellektuellen Texten. Immer noch versprüht diese Band eine so urbritische Stimmung, dass man niemals davon ausgehen könnte, dass diese Musik an einer anderen Stelle auf diesem Planeten als auf der Insel entstanden sein könnte.

Daneben bietet die limitierte Auflage noch eine Live DVD mit einem kompletten Konzert. Das sollte sich kein Progressive Rockfan dieses Planeten entgegehn lassen, das "Subterranea - The Concert" auch schon wieder ein paar Semester zurückliegt. Ran an den Progspeck!

Frank Scheuermann






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