Reviews

Iskald
Shades Of Misery

Label: Indie Recordings (2007)

Wahre Jungspunte haben wir hier aus dem wiederum hohen Norden, dem Ursprungsland, der Bastion, des gepflegten Black Metals. Als sich die Band fand, waren die Hauptdarsteller gerade mal 19 Lenze alt, aber der Wiege hatte sich schon kristallisiert, dass sich die Interessen auf die nordische Mythologie beziehen würden. Ebenso für die Inspirationsquelle des arktischen Gewässers. Nun kommen sie da her mit einem Old-School-Black-Debütalbum, zwei Jahre nach Gründung der Band. Brachiale Riffs, brachialer Gesang, Hass erfüllt, wütend, tobend wie die Wallküren kommt Iskald einem aus der Box entgegen. Aber auch diese Herren können und konnten sich dem Zeitgeist nicht entziehen, denn auch der Black-Metal hat seine Weiterentwicklung, zwar nur in Nuancen, aber trotzdem, mitgemacht. Somit präsentiert sich dieses Album als äußerst melodisch ohne auf die traditionellen Riffs verzichten zu müssen.

Als Beispiel möchte ich lediglich 'Eden' anführen. Bei diesem Song vereinen sich Old-School und Moderne. Einzug erhält auch eine Art Third-Person-Narrator der einen durch seine Erzählung ein Stückweit geleitet. Mid-Tempo-Parts gepaart mit Hyperattacken und alles so eingängig. Nehmen wir noch 'Lokes Dans' mit ins Boot. Mit einem Intro vershen, welches sehr harmonisch und in Dur gehalten daher kommt, schlägt, das Ganze kurz darauf in eine melodische Blackwalze um...Weiterhin springt einem der an Immortal erinnernde Song 'Warriors Of The Northern Twilight' ins Auge und so geht es munter weiter...

Ein Hörgenuss für Old-School wie Mordern Black-Metaller. Innovativ und mit dem gewissen Etwas um sich aus dem Heer der neuen und alten Blackmetal-Formationen abzusetzen. Mein Tipp: Super grandioser Einstieg in die Szene, bei dem immer der Wunsch gärt: "Hoffentlich kommt noch ein Album!" Daumen hoch, sehr geiles Album!

Car Sten






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