Reviews

Beneath The Folds Of Flesh

Label: Earache (2002)

Schickt Cataclysm und Hypocrisy in Rente, hier kommt Insision. Brachialer, ungestümer und oberderber Schwedenstahl. Die Herren prügeln und prügeln, das ist einfach sensationell. Traditioneller skandinavischer Death-Metal gepaart mit der US-Prügelschule, wobei die US-Anteile um ein mehrfaches überwiegen. Es ist erstaunlich, dass der Drummer kein Sauerstoffzelt nach jedem Song benötigt. Insision bewegen sich auf der Ebene der frühen Napalm Death Platten (vgl. „Scum“) und ähnlichem US-Geknüppel. Schon mit dem Opener ‚World Impaled’ wird klargestellt in welche Richtung wir uns bewegen. Einen klassischen Ausfall konnte von meiner Seite aus nicht festgestellt werden. Meine persönlichen Hits sind die Songs ‚Sado God’ und ‚Before My Altar’. Beide Songs haben einen kurzen Intropart. Bei ‚Sado God’ hört man das entzückende Geschrei eines weiblichen Wesens, dass gerade ein bisschen erschrocken worden sein dürfte. Kurz darauf setzt auch schon das Geprügel ein. Bei ‚Before My Altar’ vernimmt man die Stimme eines Priesters, auf dessen Frage die Antwort: "I told care" folgt. Wenn ich jetzt noch die Texte gehabt hätte...
In Anbetracht des Musikstiles dürfte es niemanden verwundern, dass die Scheibe eine Spieldauer von 29.50 min. aufweist. Es wird ein glasklarer Death-Metal zelebriert, der Kultstatus erreichen könnte. Mein Tipp: Achtung, Kult verdächtig!

Carsten Rothe






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