Reviews

In For The Kill

Label: Osmose Productions (2003)

Es gibt da so ein kleines Nachbarland im Westen der Republik, da gibt es (leider) guten Fußball zu sehen, gutes Gras zu rauchen und auch des Öfteren gute Musik zu hören. Ich spreche natürlich von den Niederlanden, wie vornehme Leute sagen. Für mich kommen Inhume aus Holland. So richtig was gehört hatte ich bis jetzt nichts von denen, nur immer relativ gute Besprechungen ihrer unzähligen 7“ oder Splits gelesen. Vor zwei Jahren gab es dann ein Debüt und nun stand Nr.2 ins Haus.
Was soll ich schreiben, volle Kanne Grindcore halt. Aber apropos halt, halt! Es wird nicht nur geblastet sondern auch mal durchaus gebreakt und anständig gegroovet. Death Metal Einflüsse sind auch vorhanden, die Produktion über dem Standard dieses Genres. Äußerst trocken und dreckig zwar, nicht jedoch unverständig, sondern genau richtig. Der Sänger kotzt ohne Ende und röchelt, wie schreit einige genervte Nachbarn zusammen. Bester Song der Platte ist, vom Titel wie auch vom musikalischen Gehalt ‚Fucked With Paranoia’, ansonsten rasen die Songs auch recht eingängig und auch unterschiedlich am Hörer vorbei, drei Durchläufe vorausgesetzt. Hervorheben muss man noch das Cover, dass ohne wirklich blutig zu sein, trotzdem sehr gelungen und einfach sehenswert, weil detailverliebt, insbesondere in Verbindung mit dem Titel ist. Grindcore Fans sind hier richtig, macht 32 Minuten Spaß, die Band kann man auch mal live sehen und irgendwie sticht sie raus aus dem Einheitsbrei im Grindcore.

Christian Kremp






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