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Morning View

Label: EPIC (2001)

Bekannt wurden die 5 Jungs durch ihren Megahit ‚Drive’, das noch auf dem letzten Album „Make Yourself“ zu finden ist. Wer Incubus nun für eine Eintagsfliege hält und nun Reproduktionen des einen Hits erwartet, wird hier sicher schwer enttäuscht.
Seit 10 Jahren machen die Kalifornier zusammen Musik und da sie in den ersten Jahren ihres gemeinsamen Schaffens nur Lieder coverten sind in der ganzen Zeit ´nur´ 4 Alben entstanden. Nun da sie anfangen ihren eigenen Stil zu entdecken, geschieht dies mit großem Erfolg.

„Morning View“ bietet 16 Lieder voller puren Gefühlen. Keine großen Effekte - Incubus pur! Brandon Boyd & Co schufen Lieder für die Ewigkeit. Von ‚Nice To Know You’, über ‚Warning’ bis hinzu ‚Are You In’ alle Lieder entfachen in einem eine kleines Unwetter. Jeder Ton ist genau dort wo er hingehört, nicht zu viel und schon gar nicht zu wenig. Mit ‚Aqueous Tansmision’ bewegen sie sich auf orientalischem Gefilde. Was nicht immer gut endet, wie ich finde. Andererseits muss ich bei diesem Lied eindeutig sagen, dass es Geschmackssache ist. – Zusammen gefasst ist es einfach ´mal was anderes´... Und mein Absoluter Favorit ‚Mexiko’ geht jeden mitten ins Herz. Hier hört man auch wieder diese einmalig schöne Stimme von Brandon, der von vielen mit Mike Patton (Faith No More) und ähnlichen Größen verglichen wird. Meiner Meinung nach eines der besten Alben des Jahres 2002 - ich freu mich jetzt schon auf das nächste!

Verena Kuhn






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