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Vida: The Play Of Change

Label: Sony (2004)

Imago Mortis, eine mir bislang noch nicht wirklich bekannte Band aus Brasilien, hat es mit ihrem aktuellen Album „Vida: The Play Of Change“ wohl geschafft, sich in die obere Liga des Progressive-Doom-Metals zu spielen.

Auf Deutsch bedeutet ihr Name „Bild des Todes“ und ganz im Stil des Bandnamens verhält sich auch das Album, welches vom Todeskampf eines Menschen erzählt, der der unheilbaren Krankheit „Vida“ erlegen ist. Textlich beinhaltet das Album sowohl philosophische Aspekte der Krankheit, sowie auch Patientenberichte und wissenschaftliche Ansichten. Musikalisch bewegt sich Imago Mortis zwischen klassichen Doom-Elementen mit progressiven Einschüben, sowie Akustikpassagen, symphonischen Teilen und sogar ein paar vereinzelte Death-Metal-Elementen. Alex Vorhees, der Frontman der Band zeigt seine variablen Gesangeskünste, indem er einerseits ruhig und klar singt, dann zu den klassischen Powermetal-Shoutings übergeht und darauf folgend auch aggressivere Töne anzuschlagen weiß. Besonders hervorzuheben sind wohl die Songs ‚Central Hospital', welcher sehr ruhig und leise beginnt, sich dann aber langsam entfaltet und immer mehr Details und verschiedene Einflüsse wiedergibt, so dass beinahe wie eine ganze Symphonie entsteht. Dann wäre da die Ballade ‚Me And God' in der der Protagonist Gott um Erlösung von seinem Leiden anfleht, die sehr emotional und melodisch gehalten ist und ein absolutes Schmuckstück darstellt. Das letzte Stück, gleichzeitig das einzige mit portugiesischem Text ist ,Saudade'. Auch hier kommt eine sehr stimmige Atmosphäre rüber, gleichzeitig emotional wie auch heavy...

Was soll man dazu sagen. Eine wirklich rundum gelungene CD, die ich einem jeden Musikliebhaber nur ans Herz legen möchte.

Daniel Walter






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