Reviews

Kaltes Licht

Label: Nuclear Blast (2002)

Einen Vorgeschmack auf „Kaltes Licht“ haben wir ja schon durch die Singleauskopplung ‚Bittersüßes Gift’ bekommen. Mit „Kaltes Licht“ hat Illuminate bereits ihren sechsten Longplayer veröffentlicht. Für das Werk hat sich Illuminate, um dem Album eine Art Einzigartigkeit mit zu geben, Supportkräfte ins Studio geholt. Außer diversen Gastmusikern z.B. dem Drummer von Die Schinder, konnte sich Johannes Berthold auch einen Kindheitstraum erfüllen: Er bescherte dem unbekannten und unter Auftrittsmangel leidenden Bayreuther Streichorchester ein Engagement. Richtig gelesen: ein Streichorchester ist mit von der Partie. Nun zum Detail: Das Album weißt 10 Songs auf, und wer schnell genug zugreift - sprich sich eine der ersten 10000 Einheiten anschafft - hat den Vorteil, dass er noch zwei Bonustracks zusätzlich erhält. „Kaltes Licht“ ist ein in sich geschlossenes, auf Harmonie bedachtes, Zauberstück. Durch bekannt tiefsinnige Texte und die wunderbaren Melodien wird man in die Illuminate Welt transportiert. Thematisch deckt das neue Album folgende Sparten ab: Unerreichte Sehnsüchte, unverwirklichte Träume und verpasste bzw. verspielte Ziele im Leben. Fast schon unnötig zu erwähnen, dass die Songs einen 1A Ohrwurmcharakter haben. Ihr wollt Beweise? Dann hört euch nur mal folgende Songs an: ‚Eisgang’, ‚Coulez mes larmes’ oder ‚Ferne Städte’. Ein Novum gibt es aber doch noch zu erwähnen: Zum ersten mal ist ein Lied vorzufinden , das nicht auf deutsch gesungen wird. Nein, Französisch. Die Sprache, Leute die Sprache... Wenn man das als Wehrmutstropfen ansehen will, dann bleibt es aber auch nur bei diesem einen. Ansonsten ist die Platte einfach nur genial.
Mein Tipp: Schlicht weg, geil!

Carsten Rothe






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