Reviews

Bionic Testmensch

Label: Cargo Records (2013)


Hier haben wir einen Zweier anzumelden der amtlich im Fahrwasser von den Japanischen Kampfhörspielen schippert, somit ist klar dass es sich nicht um hochtrabende Lyrik handelt sondern um gebeizte Texte. Schreddernd und knüppelnd geht man voran, immer giftig und frech, Grind aus einem Guss. Jedoch ist bei den Stimmen das einzige Wermutströpfchen zu finden, mir persönlich fehlt der tief-derbe Grind, die Stimmfarben der Herren sind sich zu ähnlich. Ich möchte nicht auf das dualistische System hinaus aber ein bisschen mehr Tiefe im Sinne von Bass wäre super, dann wären wir bei einer glatten 10.

Die Songs sind Hammer und dem genretypisch versehen, meist Songs die weniger als 1:30 auf der Restlaufzeit anzeigen und diejenigen die Länger sind, haben dann auch musikalisch mehr zu bieten. Mehr kompositorischen Schnickschnack, mehr Abwechslung, mehr Groove nehmen wir nur mal ‚Germanistan‘ oder ‚Besoffen und bis an die Zähne bewaffnet‘. Diese beiden Songs stehen für das zuvor Geschriebene Pate.

Als Lauschtipps würde ich euch ‚Germanistan‘, den Titeltrack ‚Bionic Testmensch‘, ‚Kill your Kids and Die‘ sowie ‚Nach kurzer schwerer Krankheit‘ anbieten, damit seid ihr perfekt ausgestattet um eine Entscheidung zu treffen.

Mein Tipp: Die Platte hat ihren eigenen Spirit, wer Grind mag ist mit dieser Scheibe super bedient. Man kann sehr viel Spaß haben auch mit dem von mir erwähnten Wermutstropfen. Hört rein und lasst euch vom Grind-Pack berauschen, Ahoi und gute Fahrt!!!
Car Sten






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