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3 Doors Down

Label: Universal (2008)

Nicht im zwei Jahres Takt, sondern ein Jahr später als erwartet, kommt das neue Album einer der aktuell erfolgreichsten amerikanischen Rockbands auf den Markt. 3 Doors Down kommen mit einem selbstbetitelten Tonträger der etwas länger benötigte um aufgenommen zu werden. Seit ihrem letzten Album gab es eine Neurekrutierung an den Drums, die Greg Upchurch übernimmt. Der ehemalige Puddle of Mudd-Schlagzeuger hat sich seit 2005 gut eingelebt und ist mit der Band durch dick und dünn gegangen. Mit Hurrican Katrina kam es ganz dick und die Jungs hatten alle Schäden an ihren Häusern davongetragen. Sie stellten Hilfe für die Opfer bereit, da viele ihrer Freunde und Bekannten betroffen waren. Sie gründeten ebenfalls die "Better Life" Foundation, welche Kinder in ihrem Bundesstaat unterstützt und von einem Teil der Ticketverkäufe finanziert wird. Doch weg von der Geschichte hin zum neuen Stoff der Band...

Gewohnt gefühlvoll, aber dennoch stark, präsentiert sich die Band beim Opener ihres neuen Werks und lässt den Zug im wahrsten Sinne des Wortes mit 'Train' losfahren. Es geht im gleichen Tempo weiter, das man nicht nur von 3 Doors Down, sondern auch von Chad Kroeger und seiner Nickelback Truppe sehr gut kennt, die sich eigentlich nur durch den Gesang deutlich unterscheiden, da sie in die gleiche musikalische Kerbe schlagen. Die Singleauskopplung 'It's Not My Time', die als dritter Track vorständig ist, zeigt sich gefühlvoller, verspielter und mit einem gewissen Potential zum Ohrwurm zu werden, es fehlt eigentlich nur eine griffigere Hookline zum Mitsingen. Dennoch ist die Auskopplung gelungen, denn sie verkörpert die "Zusammenfassung" des Albums. Es packt die vorhergehenden etwas flotteren Stücke mit Balladen wie 'It's The Only One You've Got' in ein Werk und animiert dazu mehr hören zu wollen, genau das was eine Single tun soll. Das Potential zur nächsten Auskopplung hat die Nummer 'Give It To Me' da sie eine geniale Melodie, einen guten Refrain und das rockige Tempo hat, das man einer Ballade nachschieben kann. Die übrigen Stücke ähneln im Aufbau der ersten Hälfte bis auf den Schlusstrack 'She Don't Want The World' der sehr langsam und wenig instrumentalisiert ist. Leise Gitarren im Hintergrund, ein immerpräsentes, aber ruhiges Schlagzeug im Vordergrund und dazu der Gesang verursachen in stillen Räumen eine Gänsehaut. Es ist der gelungene Ausgang eines gelungenen Albums.

Freunde von Rockmusik à la 3 Doors Down und Nickelback werden sich über das neue Album freuen und können es ungehört mit nach Hause nehmen.

Winfried Bulach 






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