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Damage Assessment

Label: Osmose Productions (2003)

Da bombt Holland mal wieder tüchtig mit im Sektor DM der Universität Metal. So terroristisch wie die vermummten Herren aussehen, haben die bestimmt Dreck am Stecken. Na ja, Sturmhauben sei dank. Nimmt man solche Albernheiten jedoch hin bzw. deckt diese auf so entdeckt man Teile der Band Sinister in diesem Gefüge, seit `97 aktiv, hat man vier Longplayer auf die Menschheit losgelassen.

Der aktuelle schimpft sich „Damage Assessment“ und ist ein weiteres reinrassiges Death Metal Album der Haubitzenbrüder geworden. Knarzig und brutal produziert gibt es über 30min eine Vollbedienung in schnörkellosem einfachem groovigem Death Metal. Hört sich jetzt nicht so oberprall an, aber das ist fast schön so einfach, dass es wieder schwer ist. Nicht dass es ideenlos wäre, es bleibt bloß alles simpel in Abgeh-Live-Manier. Der Knüppel wird hier nicht neu erfunden, Gesang Gitarren Schlagzeug usw. sind alle grundsolide eingespielt, ohne absolute Glanzpunkte zu setzen. Dass es dennoch ein ordentlich gutes Album geworden ist liegt an den eingängigen Riffs und Passagen, sowie einem etwas „sinisteren“ Songwriting bzw. Sound, der einfach Spaß macht und die Matte auf Betriebstemperatur bringt. Auf dem FTC vor zwei Jahren waren die Jungs live schon der Hammer und merkt man den Songs auch an, dass sie für Bühnenshows geschrieben wurden; keine überzogenen Technikpassagen oder nur Blastgebeate, welches dann doch oft nur Soundmatsch ist. An Songs ist vor allem der letzte ‚Hunger For The Feast’ hervorzuheben, aber auch ‚Skineater’ ist als Anspieltipp hervorzuheben. Die einzige Spaßbremse auf dem Album sind die unnützen martialischen Kriegseinspielungen vor jedem Song, die nehmen das Songfeeling etwas weg, ansonsten sollten Death Metallics durchaus mal reinhören.

Christian Kremp