Reviews

Hellion
Will Not Go Quietly

Label: Massacre Records (2003)

Hellion sind zurück? Nicht wirklich, oder doch? 1982 von Ann Boleyn gegründet. Es war die einzigste Band in den USA, die es schaffte mit einer Frontfrau nicht nur für Furore zu sorgen, sondern auch Erfolg zu haben. Was Hellion ´damals´ verkörperten wird nahtlos mit „Will Not Go Quietly“ fortgesetzt: harter und rauer NWOBHM angehauchter Sound mit Frontfrau Ann Boleyn. Das der Frontmann eine Frau war stellte nicht das einzigste Novum bzw. Charakteristikum dar. Nein, man fühlt sich dazu verleitet Hellion als Metal-Apostel zu sehen, denn sie waren die erste Metalband die in der damaligen UDSSR auftrat. An dieser Stelle metallische Grüße an die Scorpions. Aber was die meisten interessieren dürfte ist ob sich etwas geändert hat am Sound oder ob Ann immer noch diese eindrucksvolle Stimme besitzt. Ob sich generell der Zahn der Zeit an Hellion verlustiert hat usw. Dies kann absolut verneint werden. Der geneigte Hörer bekommt klassischen US-Metal um und auf die Ohren. Nach unglaublichen 10 Jahren kommt Hellion mit einem geilen Plättchen über den Teich. Auf dem Plättchen finden sich eingangs erwähnten Stil- und Soundelemente wieder, wie NWOBHM-Sound oder auch einen harten Sound oder der raue Gesang von Ann Boleyn der den Vocals etwas Grandioses gibt. Trotz der traditionellen Umsetzung finden auch aktuelle Sounds hier und da Eingang, aber findet es selbst heraus wo. Persönliche Lieblingsstücke sind unter anderen: ‚Revenge’, ‚Wildest Dreams’ oder auch ‚Shit’.

Letztendlich kann gesagt werden, dass ‚Will Not Go Quietly’ eine schöne Zeitreise in die Achtziger darstellt. Mein Tipp: Wer auf der Retrowelle oder auf wiedererstandene Klassiker steht, für den ist dieses Plättchen Pflicht.

Carsten Rothe






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