Reviews

Death Of Agony

Label: Wacken Records (2008)

Und wieder einmal melden sich Urgesteine der Thrash-Szene der 80er Jahre zurück. "Agony Of Death", Todeskampf,  nennt sich die neue Scheibe der Band um Sabina Classen. Entsprechend brutal geht es dabei zu Werke.

Allerdings hieße es die CD nicht ausreichend hinsichtlich ihrer Komplexität zu beschreiben, wenn man sie als reines Geballer abtun wollte. Zumindest in der Special Edition kommt die Scheibe äußerst vielschichtig daher. Dort hat man sich nämlich die Mühe gemacht, zu jedem Song ein ausführliches Intro zu zimmern, das das restliche Inferno zum Teil wundervoll konterkariert.

Wem dieser Schnickschnack eindeutig zu viel des Guten ist, wer es also hart, kurz und schnell braucht, der kann sich auch die einfache Version zulegen, bei der es nur das Geballere auf die Ohren gibt. Ganz nebenbei: Sabina Classen ließ im Vorfeld verlauten, dass sie auf dieser Scheibe tatsächlich auch ein wenig singen und nicht nur growlen würde. Nun, diese Momente halten sich dezent im Hintergrund und lassen sich kaum aus dem brutalen Gebräu heraushören.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es Holy Moses auf "Death Of Agony" erreichen, stilistisch einen Querschnitt ihres Schaffens zu präsentieren, der um einigen bislang ungewohnte Facetten reicher geworden ist. Trotzdem wollte mir keiner meiner nicht-metallischen Freunde glauben, dass hier eine Frau "singt".

Frank Scheuermann






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