Reviews

In These Veins

Label: Dental Records (2007)

Bei Hearse handelt es sich um einen alten Bekannten, der diese Truppe formierte: Johan Liva! Einigen von euch dürfte er noch ein Begriff sein als Ex-Frontmann von Arch Enemy, der vor einigen Jahren durch eine Frau ersetzt wurde. Man könnte sagen neue Band, neues Label und alles wird gut! Dem ist auch so. Hearse zeichnen sich durch hymnenhafte mit bis an die Grenze zum Ohrwurm reichende Melodiestränge aus. Technisch versiertes Gitarrenspiel, das aber zu keiner Zeit das Tempo verschleppt. Trotz Death-Style, eine gewisse Rotzigkeit kann und darf man ihnen auch nicht absprechen.

Mit ihrem vierten Album zeigen die Herren wirklich was sie drauf haben. Eine glasklare Weiterentwicklung ist zu Hören. Genau das was eine Band erreichen will. Von Album zu Album eine Steigerung hinlegen! Als besonderes Leckerli haben sie als Gast-Sänger Jugga von Mob 47 bei dem Song 'Intoxication' integriert. Des Weiteren findet man noch ein Cover der Band Sator! Hier noch mal das Line-Up des Dreiers: Johan Liva (v, g), Mattias Ljnug (g) und Max Thornell (d).

Nun zu den Lauschproben: Der Opener, mit seiner verspielten Art, mit einem in den Song integrierten Intro für die Platte, welches nach 1:20 Minuten sein Schafspelz ablegt und der Wolf sein wahres Antlitz zeigt, ist definitiv eines der geilsten Einzelsongs des Albums: 'House Of Love'. Außerdem kann noch empfohlen werden: 'Naked Truth' oder auch der Titel-Song 'In These Veins'. Ab und an fühlt man sich versucht zu sagen, sie haben schon was von Opeth...Technische Finesse, Aggressivität, Härte, brachiale Vocals, dröhnendes Drum, all das ist Hearse. Beim Release wird es auch in einem besonderen Gewand erscheinen: Im Digi-Pack!

Mein Tipp: Ein geiles hartes Eisen, sehr empfehlenswert! Ich kann es euch nur ans Herz legen dieses Album zu prüfen!

Carsten Rothe