Reviews

Don't Give Me Names

Label: Gun Label Group (2000)

Es gibt wenig erfolgreiche deutsche Rock-Bands, und wenn eine sich auch noch in ganz Europa und nun auch in den USA einen Namen gemacht haben, sollte man sich diese Band doch mal genauer ansehen. Ihr Karriere lief wie im Bilderbuch, sie gewannen einen Plattenvertrag bei Talentwettbewerb mit über 1.000 Bewerbern, ihr erstes Video wurde von Viva mitfinanziert und zur Zeit sind sie die wohl erfolgreichste deutsche Rockband. ,Proud Like A God' war so eine Sache, ,Open Your Eyes' und ,Lords Of The Boards' sind unbestritten Songs, die aufgrund seiner Qualität dazu bestimmt waren, ein Hit zu werden, doch da gab es auch einige unverzeihbare Flops. Nun gut, es war jedoch schon damals großes Potenzial zu entdecken, besonders die Stimme von Sängerin Sandra Nasic ließ darauf schließen. - Im einen Moment noch hoch im nächsten tief, klar, rau, druckvoll oder zart, sie wechselt wie auf Kommando die Tonlage und Klangfarbe. ,No Speech' war zu Recht ein großer Erfolg, und mit ,Living In A Lie' findet man zum erstenmal ein ruhiges Lied auf einen Apes-Album und das gleich mit dezenter Streicherbegleitung. Dieses Mal bietet das Album, mehr als nur einer Single und vielen Lückenfüllern. Trotz einiger heftiger Schwächen (,Dödel Up' ist nicht gerade ein musikalisches Meisterwerk) muss man ihnen etwas zugestehen, sie haben Fortschritte gemacht und das nicht zu knapp. Zum Schluss ich noch aus eigener Erfahrung sagen, dass die Apes wirklich eine großartige Liveband ist, auch für Nicht-Fans ein wahrer Genuss.

Verena Kuhn






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