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Burn Your Boats

Label: Finest Noise (2004)

Als ich das Cover des Gooze Flesh Albums „Burn Your Boats” in Händen hielt hab ich schon böses geahnt. Das Cover zeigt ein Bandfoto auf dem 3 Typen und eine Frau zu sehen sind - sollte dies eine weitere Band sein die, die Gunst der Stunde nutzt und die zur Zeit wieder sehr populäre Formel der Rockband mit Frontfrau für sich beansprucht?

Doch dann fällt der Blick aufs Infoblatt und man atmet erleichtert auf, da die Band doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Gooze Flesh sind somit eher in die Zeit der Guano Apes und der Die Happys einzuordnen, dies trifft auch musikalisch größtenteils zu. Rockige Gitarren, Tempomäßig  fast ausschließlich im mittleren Bereich angesiedelt, englische Lyrics, bei denen (aufgrund mangelnder Englischkenntnisse?) ganz tief in die Kiste der allgemeingültigen Songphrasen gegriffen wurde und insgesamt Songs von denen nicht viel hängen bleibt.

Gooze Flesh fällt also zumindest bei mir in die Kategorie der Bands, die einem relativ egal sind. Gemeinhin würde auch der Terminus „Hintergrundmusik“ zutreffen. Natürlich muss man der Band zugute halten, dass das was sie produzieren solide gemacht wird und niemandem wirklich weh tut, jedoch ist diese Identitätslosigkeit wohl auch eines der größten Probleme des Quartetts.

Fazit: Jeder, der von Acts wie den Guano Apes oder Die Happy nicht genug kriegen kann, der kann auch hier bedenkenlos zugreifen, doch all jene, die von Rockmusik etwas mehr als einen netten Zeitvertreib erwarten sollten die Finger von dieser Platte lassen.

Martin Reiter






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