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Nichts bleibt wie es war

Label: Indigo (2001)

Auf nun über 10 Jahre musikalisches Schaffen und Entwicklung können Goethes Erben zurückblicken und auch in diesem Jahr veröffentlichen die beiden Bandköpfe Mindy Kumbalek und Oswald Henke wieder ein Album, das auf dem Markt Furore machen wird. Mit verschiedenen Gastmusikern, allen voran Peter Heppner (‚Die Flut’) und mit Hilfe des Produzenten Jürgen Jansen ist es Goethes Erben gelungen, durch Verwendung der wichtigsten Teile der Melodie und des Klangs eine breite Masse anzusprechen und keineswegs die CD nur für eine spezielle Fangruppe zu produzieren. Einzig zu ernst nehmen darf man einige Texte nicht, da wie beispielsweise bei ‚Fleischschuld’ oder ‚Zimmer 34’ doch sehr böse aber teilweise auch ironisch Texte in Form von Utopien zur Musik verfasst wurden. Ganz im Gegensatz zu den beiden Liedern steht das Duett mit Peter Heppner in ‚Glasgarten’, das zudem auch als Single ausgekoppelt wurde und eine wunderschöne Melodie beinhaltet. Das Album ist mit seinen 16 Songs in drei Hauptbereiche eingeteilt: Die ersten fünf Lieder laufen unter dem Titel ´Zeit nachzudenken´, die Lieder sechs bis zwölf unter ´Zornige Utopien´ und die letzten vier Songs haben die Überschrift ´Resümee´. Ein nettes Booklet erklärt dazu den Sinn und den Zusammenhang der einzelnen Songs und hilft dem Hörer die CD besser zu verstehen. Alle Stimmungslagen werden auf der CD angesprochen, mal ist ein Song bezaubernd still und innig, mal laut und ironisch, ein ständiges Hin und Her zwischen sanften Träumen und verbalen Blutbädern. Im Januar 2002 kann man dies live miterleben, wenn Goethes Erben auf Tour kommen und ihren Fans ihr neustes Meisterwerk präsentieren, was auf jeden Fall ein Erlebnis sein dürfte!

Thomas Schmitt