Reviews

IV: Constitution Of Treason

Label: Century Media (2005)

Mit ihrem letzten Album „Gone Forever” hatten die Amerikaner einen Volltreffer gelandet, sehr gute Rezensionen, gute Fankritiken und gutes Feedback auf der Bühne. Umso schwieriger ist es für eine Band, mit einem Jahr Abstand einen weiteren Fortschritt auf einem Silberling zu präsentieren.

„IV: Constitution Of Treason“ soll diesen Erfolg des Vorgängers fortsetzen. War dieser doch an Heavyness und Aggressivität in der Tabelle auf jeden Fall Champions-League würdig, wurde beim neuen Album etwas Gas weggenommen. Stattdessen wurde mehr wert auf Melodien und Rhythmik gelegt, was das Album auch im Hintergrund beim Aufräumen z.B. gut hörbar macht. Es ist erstaunlich, wie gut Sänger und Frontmann Byron Davis in den Songs fast problemlos den Bogen vom dunklen Growler des Death Metal zum Shouter des Hardcore schlägt und somit eine gehörige Portion Abwechslung an den Tag bringt. Besonders vielfältig kommt dieser Wechsel in ‚Chains Of Humanity’ heraus, in dem Byron sein Können unter Beweis stellt. Aber nicht nur dieser Song gehört zu den absoluten TOP´s der Scheibe, auch die Brecher ‚The Lonely Dead’ oder der „voll ins Gesicht“-Opener ‚The End Of The World’ bestechen durch wütende Drums, messerscharfe Gitarrenriffs und eben einen großartigen Sänger / Shouter / Growler. Kombiniert man dies mit einem extrem genialen Frontcover und einer hoffentlich attraktiven Tour (angekündigt mit The Haunted) lässt sich nur eines raten: Über 50 Minuten am Ohr beißender Metal, der auf jeden Fall zu einem guten Nachbarschaftsstreit führen kann wenn zu laut (gibt es das?) gehört - Reinhören!

Thomas Schmitt






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