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III

Label: Frontiers Records (2006)

Man kann sagen was man will, aber auf die Italiener ist immer Verlass: entweder kredenzen sie uns die leckerste Pizza, das cremigste Eis oder den besten Fußball. Oder den besten melodischen Hardrock, den Ritchie Blackmore nie geschrieben hat. Lassen wir einmal ein Projekt wie Rondo Veneziano, äh nein, wie hießen die doch gleich? Ach ja, Rhapsody! Also lassen wir einmal den Theatralokitsch von Rhapsody außen vor, so sind mir nur geniale Melodic-Freaks bekannt. Z.B. Dario Mollo oder Aldo Giuntini. Der Letztgenannte ist bereits ein alter Hase der italienischen Rock und Metalszene und konnte schon vor etwa 25 Jahren mit Cryin' Earth zu progressiven Klängen national ordentlich punkten. Seitdem haben es ihm die härter rockenden Sounds angetan. Nun holt er mit „III“ sein neuestes Eisen aus dem Feuer. Mit Tony Martin ist ein Wegbegleiter seiner letzten Veröffentlichung am Start, den wir ja alle noch aus seiner Phase mit Black Sabbath in bester Erinnerung haben.

Die beiden bilden ein hervorragendes Gespann beim Songwriting und lassen Erinnerungen an Rainbows Glanztaten der 80er wieder aufleben. Neben den durchweg gelungenen Eigenkompositionen gibt es eine Neuauflage des 1990er Black Sabbath Klassikers ‚Anno Mundi’, für mich eines der Highlights von Tony Iommi mit Tony Martin.

Das kongeniale Gespann brennt über die gesamte Spieldauer ein grandioses Feuerwerk des schnellen, doublebass-lastigen Hard'n'Heavy ab, lässt aber auch die hochmelodischen Momente nicht unberücksichtigt.
Für Menschen mit konservativem Hardrockgeschmack ist diese Scheibe unverzichtbar!

Frank Scheuermann






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