Reviews

Death Match

Label: Wolverine Records (2001)

Mit „Death Match“ bringen die vier Japaner ein Best-Of Album mit 23 Tracks auf den Markt. Es enthält alle stilistischen Veränderungen, die die Band bisher durchlaufen hat, angefangen beim Trash/Hardcore-Cross-Over (wie sie zu erst bezeichnet wurden), wobei im Laufe der Jahre Melodic Punk, Pop, Country und auch traditionelle japanische Musik hinzugemischt und auf den diversen Scheiben veröffentlicht wurde. Dass die Jungs nicht grade einen hohen Bekanntheitsgrad in Europa erreicht haben, könnte an dem ausnahmslos japanischen Lyrics (ausgenommen die Titel) liegen, aber wen stört es denn, die Vier bringen ihre Musik richtig gut rüber, auch wenn man bei den klassischen Singalongs nicht annähernd mitsingen kann. Die einzelnen Songs jetzt alle einzeln zu besprechen würde in anbetracht der 23 Songs wohl Ewigkeiten dauern jedoch kann ich mal ein paar Tracks erwähnen, die herausstechen. ‚Too Late True Love’ ein erstklassischer Chartsong, der langsam und gefühlvoll eingespielt wurde und an ein rockiges Liebeslied erinnert(allerdings kann ich das anhand der Lyrics nicht festmachen, aber der Titel sagt darüber ja schon einiges). ‚Roadies Song’ hat die oben angesprochenen Country Einflüsse und einen hammermäßigen Hardcore Chorus, dazu noch der japanische Gesang und es hört sich sehr seltsam an, aber auf jeden Fall ein klasse Song. Mit den Songs ‚S.O.S.’ und ‚Youthful Folly’ beweist die Band außerdem das sie musikalisch einiges auf dem Kasten haben und nicht nur die zwei Extreme schnell und langsam kennen. Geniale Best-Of Scheibe, die in keiner Punkrock Sammlung fehlen darf, denn solch suspekte Songzusammenstellungen haben echten Seltenheitswert.

Nils Manegold