Reviews

Gwyllion
The Edge Of All I Know

Label: Black Bards Entertainment (2009)

Fans von Nightwish, Within Temptation und Konsorten aufgepasst: Gwyllion nennt sich eine Formation aus Belgien, das sich sonst nur als Heimat diverser Comiczeichner und exquisiter Biersorten einen Namen gemacht hat. Und ein leckeres gebräu aus Power Metal, Folk, Gothic und Symphonic Metal lassen sich die Flamen hier einfallen. Hier scheint eine ganze Geschwisterschar am Start zu sein, denn drei der sechs Bandmitglieder hören auf den Nachnamen Debonnet. Und was hier abgeliefert wird ist höchst hörenswert.

Doch der Reihe nach: Mittlerweile hat sich wahrscheinlich herumgesprochen, dass ich mich durch gelungenes Artwork durchaus in meiner Meinung zum Produkt beeinflussen lasse. Und nicht nur, dass Black Bard die komplette Hülle mitgeliefert haben, nein das Artwork ist so wundervoll gestaltet, dass man glaubt, in eine tolkiensche Fantasy-Welt eintauchen zu können. Spätestens wenn Mandolinen und dezente Tastenkläne einsetzen nimmt man unwillkürlich aus den Augenwinkeln tanzende Elben wahr. Dieser Eindruck wäre höchstens noch durch Mostly Autumn’sche Flötenklänge zu steigern gewesen. Egal. Gwyllion überzeugen auch und vor allem wegen der variablen Stimme ihrer Frontfrau Annelore Vantomme auf der ganzen Linie. Die Produktion wurde übrigens unter den geschickten Händen der Opeth und Dream Theater Tüftler erstellt, was erklären könnte, warum dieses Debüt so vollmundig aus den Boxen tönt.

Frank Scheuermann






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