Reviews

Personal Crisis

Label: Metal Heaven (2007)

Wisst Ihr eigentlich wie das ist, wenn man nach Urzeiten einen guten alten Bekannten wieder trifft? So ähnlich ist es mir ergangen, als ich diese CD aus dem Briefkasten gezogen habe. Vor ca. 25 Jahren begleitete mich die Textzeile "See you in hell, my friend..." aus dem gleichnamigen Song der NWOBHM Band Grim Reaper durch alle möglichen Konflikte der Adoleszenz...Später begegnete mir der Sänger nochmals bei Lionheart und Onslaught, aber das fand ich dann nicht mehr ganz so prickelnd...Auf dem Wacken Open Air 1999 oder 2000 trat der mittlerweile etwas rundliche Sänger dann mit den neu formierten Grim Reaper auf und konnte mich zumindest bei meiner nostalgischen Ader packen. Aber damit war das Thema Steve Grimmett weitest gehend beendet. Bis heute.

Mit "Personal Crisis" kredenzt er uns einen melodischen old school Cocktail, der sich nicht zu verstecken braucht. Vom räudigen Charme alter Ebony Produktionen (die Älteren Metalheads werden sich mit wohligem Schaudern daran erinnern!) hat die Platte nicht mehr zu tun. Von Pete Newdeck und Pink Creams Dennis Ward wurde die Platte soundtechnisch mehr als ordentlich inszeniert. Straighte Rocker sind genauso beheimatet wie Midtemposongs. Der Sound bleibt angemessen britisch. Zum Popstar wird Herr Grimmett trotz dieser durchaus ansprechenden Platte vermutlich nicht mehr, aber er hat allemal gezeigt, dass NWOBHM Veteranen viel mehr sein können als ewige Traditionalisten und Selbstepigonen. Weiter so!

Frank Scheuermann 






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