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Welcome To The End

Label: People Like You (2007)

Fast ein Jahrzehnt sind die Generators nun schon im musikalischen Underground von Los Angeles unterwegs. Der kalifonische Fünfer startete als Seitenprojekt und gewann mehr und mehr an Bedeutung bis er zu einer Vollzeitband wurde. Sechs Platten stehen nun bereits zu Buche und die Band ist immer noch nicht müde. Zahlreiche Touren in Europa und den Vereinigten Staaten verbreiteten ihre Beliebtheit immer weiter. Es kamen Anfragen von Green Day und Rancid um deren Supportslots zu füllen, doch das hatte die Band scheinbar nicht nötig, denn ihre Platten verkauften sich sehr gut. Nun kommt die alte Scheibe der Amerikaner, die sich "Welcome To The End" schimpft, erneut auf den Markt...

Die Generators machen astreinen Streetpunk wie man bei 'Suspekt' sofort merkt, auch wenn die Synthie / Orgelsounds nicht ganz in das Gesamtbild vom Streetpunk passen, passen sie dennoch ins musikalische Bild von den Generators. Harmonisch abgestimmt tritt die Band dem Hörer verbal in den Arsch und spricht Thema nach Thema an, die seinerzeit (die Platte kam 1998 auf den Markt) den Underground von Los Angeles bewegten. 'Yankee Boy' und 'Plastic Roses' bringen ordentlich Bewegung aufs Parkett denn sie haben einen äußerst tanzbaren Rhythmus, der mindestens zum Fußwippen, bestenfalls aber zum totalen Abtanzen anregt. Die Band vereint gekonnt kritische Texte mit eingängiger Musik, die sofort den Zugang zum Publikum findet und nichts mit der teilweise anstrengenden Punkkost hat, die sich manchmal doch sehr roh und unzugänglich präsentiert. Dennoch hört man den Punkgeist heraus, der immer wieder hervorblitzt, sei es lyrisch oder auch mit dem einen oder anderen griffigen Gitarrenriff, mit dem die Jungs zeigen, dass sie ihre Instrumente beherrschen und wissen was sie tun. Bei dem Sound ist verständlich warum sich die Platten so gut absetzen ließen und die Band so beliebt ist, denn sie haben einfach eine Menge auf dem Kasten.

Das Erstlingswerk der Kalifornier ist mehr als überzeugend und sollte auch als Wiederauflage verkonsumiert werden, denn es ist ein Streetpunkmachwerk der eingängigen Art.

Winfried Bulach