Reviews

Opus One

Label: Progrock Records (2007)

Wen nimmt's Wunders, wenn es sich bei einer mit "Opus One" betitelten Scheibe um ein Debüt handelt? Nun, mich nicht. Und so wenig überraschend wie der Titel, so unspektakulär plätschert die Musik vor sich hin. Die Info verspricht Anklänge an die frühen Porcupine Tree. Ich tue mir damit etwas schwer. Zu beliebig tröpfeln die spartanischen Songs bzw. Epen vor sich hin. Zu keinem Zeitpunkt stellt sich das Gefühl der Überraschung ein, das für Bands aus dem progressiven Umfeld sonst so bezeichnend ist.

Normalerweise bin ich ja bei jungen Bands eher geneigt, das Positive zu sehen, aber hier fällt es mir wirklich ausgesprochen schwer. Nicht, dass die Musiker ihr Handwerk nicht verstünden, aber die Ideen von "Opus One" hätten eher für eine EP als für eine komplette CD gereicht. Der Bandname ("Grauton") ist augen- und ohrenscheinlich Programm. Vielleicht sollten Greylevel einmal in Konzerten ihre Songs ausprobieren, denn außer als Ersatz für Tonträger mit Walgesängen fällt mir keine Verwendung für diese Scheibe ein. Schade!

Frank Scheuermann