Reviews

The Circle Of Life

Label: SPV (2005)

7 Jahre nach ihrer Gründung bringen Freedom Call dieses Jahr nun bereits ihre 5. Langspielplatte in die Läden. Eine beachtlich produktive Band, die ihre Fans auf Tour aber trotzdem mit ihrer Anwesenheit verwöhnen kann. Ihr Debüt gaben sie mit niemand anderem als Edguy die zusammen mit Angra eine Tour veranstalteten. Auch Saxon und Savatage sind abgehakt so dass der Bekanntheitsgrad von Freedom Call rapide anstieg. Inzwischen sind die Männer um Chris Bay selbst Headliner und bereiten sich im Zuge ihrer Neuveröffentlichung auf eine neue Tour vor.

Am Anfang von „Circle Of Life“ denkt man sich nichts Böses, denn es klingt nach gewohnter Powermetal Kost gehobenen Standards, doch spätestens beim Refrain von ‚Mother Earth’ wird man stutzig. Klar, die Band heißt Freedom Call, aber sie verkörpert diesen Namen mit Leib, Seele und auch der produzierten Musik. Die Scheibe wird von Track zu Track immer fröhlicher und positiver und man fühlt sich, wenn man eine dunklere Stimmung erwartet, etwas unbehaglich. Die Themen drehen sich auf dem gesamten Album um Leben, Freiheit und Natur. Diese Inhalte werden in eingängige Texte und hymnische Musik verpackt, die selbst Stunden später noch im Kopf weitergesummt werden, weil sie Spaß machen. Ab und zu denkt man, die CD geht in eine andere Richtung, wie es bei ‚Rhythm Of Life’ der Fall ist, denn es klingt zu Beginn und später immer mal wieder nach einer Nu Metalmischung. Der Titel verrät aber schon um was es geht und das auch hier der Refrain die Stimmung diktiert. Besonders schön, auch wenn er sich um das Thema Liebe dreht, ist ‚Starlight’ der, durch die eingebrachten Soundeffekte, ein geniales Klangwerk ergibt, Edguy lässt grüßen. Der Titelsong kommt ganz am Ende des Silberlings. Er wirkt wesentlich nachdenklicher und melancholischer als der Rest. Wenn etwas von dieser Melancholie in die übrigen Stücke eingeflossen wäre, hätte es dem Album bestimmt nicht geschadet, denn man muss schon wirklich gute Stimmung haben um die neue Freedom Call zu genießen.

Freunde fröhlicher und hymnischer metallischer Klänge müssen unbedingt zugreifen, denn das Album ist in dieser Hinsicht ein Meisterwerk. Wer es etwas düsterer mag, sollte auf die neue Hammerfall zurückgreifen.

Winfried Bulach






Musicload