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Gravitas

Label: Frontiers Records (2012)

Newcomer haben es in der Hard'n Heavy Szene alles andere als leicht. Der Metal Markt ist voll. Kaum ist der Neuling da und hat den ersten Ton gespielt, wird verglichen mit den Großen der Liga. Einige unter ihnen brauchen sich das "hört sich an wie..." gar nicht antun. So auch Furyon. 2009 starteten sie Ihre erste Tour durch England und ihre EP schlug ein wie eine Bombe. Ob das darauf folgende Album, welches im am 23.März 2012 in Deutschland erschien, ebenso Staub aufwirbelt?

Sehr detailverliebt kommt das Debütalbum mit dem Namen "Gravitas" (lat. Würde, Bedeutung) der Briten daher. Mit einer Kombination aus Heavy Rock und Heavy Metal erzeugte das Quintett ihren eigenen Sound. Fast genauso vermengt sind auch die einzelnen Songs der Platte. Genre Chaos oder nach dem Motto "Die Mischung macht's"? Gestartet wird mit rauschenden Heavyriffs in 'Dissappear Again'. Ein großartiger Einstieg, der nicht besser hätte gelingen können. Nicht weniger gut ist der darauf folgende Track 'Stand Like Stone'. Aufgrund dieses grandiosen Auftakts könnte 'Souvenirs' den ein oder anderen ein wenig enttäuschen. Haben die Jungs etwa den Faden verloren? Nein, sie zeigen lediglich, dass man nie zu hundert Prozent sich er sein kann, was da noch kommt. Mit 'Don't Follow' knüpfen sie wieder an die ersten Tracks an. Auch der groovige Track 'Voodoo Me' überzeugt. An dieser Stelle sollte das Songwriting kurz erwähnt werden: Hört mal genauer hin. Hier passt nicht nur Musik und Gesang, hier steht auch der Text nicht nur im Hintergrund.

Eins ist klar, der Sound donnert gewaltig aus den Boxen und Kopfhörern. Die ruhigeren Momente der Scheibe überzeugen ebenso wie die besonders kraftvollen Stücke. Die Band hat zweifellos alles richtig gemacht und ein ordentliches Debütalbum auf die Beine gestellt. "Gravitas" = Musik mit Herzblut, Furyon = vielversprechende Newcomer.

Anspieltipps: 'Dissappear Again', 'Don't Follow', 'Voodoo Me'.

Steffie Bender






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