Reviews

Sovereigns

Label: Agonia Records (2014)


Das zehnte Studioeisen der belgischen Blackmetal-Institution. Seit mehr als zwei Dekaden wird das Fell gegerbt und in fast schöner Regelmäßigkeit werden Hassbrocken veröffentlicht, eins schöner als das andere. So auch wieder heuer mit „Sovereigns“. Schon bei den Songtiteln ist das „göttliche“ dieser Scheibe erkennbar, genauer gesagt man bewegt sich zur Transzendenz inhaltlich gesehen. Aber wie hört sich so etwas an?

Wenn man es kurz sagen will, dann bekommt man ein genial variables Drumming – mal Blast, mal Midtempo, dazu noch eine exzellente Gitarrenarbeit mit ihren schönen Harmonieläufen in Moll, dazu deren gelegentlichen Soli, dann wieder nach vorne breschend. Über allem steht der Gesang von Nornagest, der so schön derb im Klang aber doch wieder so eingängig, verständlich und wiedererkennbar ist. Dazu gesellen sich diverse Samples, mal als eine Art Intro oder doch dann mittig angeordnet. Dominierend sind die Blastparts aber angereichert mit Breaks und stellenweise sogar progressivem Gehabe. Als Lauschtipps kann ich euch ‚Baal al-Maut‘, ‚Of Shrines and Sovereigns‘ oder auch Sine Qua Non‘ anbieten. Blackmetal mit gehörig viel Atmosphäre!!!

Mein Tipp: Ein sehr schön ausgewogenes, abwechslungsreiches Album fern von Klischees, modernes Blackmetal mit einem gehörigen Spannungsbögen und einigen Überraschungen versehen. Für jeden Blackmetal-Fan ein muss und für alle anderen ein Geheimtipp um mal anzutesten!

8,5/10

 

Car Sten 






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