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Reign Through Immortality

Label: Victory Records (2013)


Kanadier sind naturverbundene Eigenbrötler, die ihre Haustüren nicht abschließen – so zumindest will es das Klischee. Nun, eigenwillig mögen die Jungs von Erimha aus Montreal vielleicht sein, damit hat es sich aber auch mit den Ähnlichkeiten. Statt Countrysound gibt es hier Black-/Death mit teils geradezu opernhaften Zügen.

Im Vergleich zum Debüt mit Irkalla (2010) merkt man die Entwicklung der Gruppe doch teils recht deutlich, was wohl auch an den recht radikalen Änderungen in der Besetzung liegt. So verließ Lykan (Bass) die Truppe ersatzlos und der Ersatz des Leadgitarristen Alix durch Disuternas hinterließ seine Spuren. Ob man ihn nun gleich als „mathematical lead guitarist“ hochloben muss, weiß ich nicht, sicher ist nur, dass er sein Handwerk versteht und der Wechsel nicht unbedingt zu Lasten der Truppe ging.


Was Erimha auszeichnet ist neben dem kompromisslosen Gesang von Frontmann Gore vor allem der Einsatz von Elementen aus dem Symphonic-Bereich, die dem Ganzen einen Anstrich von Opernaufführung geben. Ja, die Puristen werden jetzt die Nase rümpfen – gerechtfertigt ist das meiner Meinung aber nicht. Vielmehr sollte man sich einen Eindruck verschaffen, wie gut das Ganze zusammenpassen kann.


Lauschtipps:  Condemned to Desolation, Bewildering Nightmare


8/10 


KoJe






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