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Iron Chest

Label: Pelagic Records (2012)

Es wird gegroovt! Mit dem zweitem Album nach "Exit Eden" legen die Berliner Earthship kräftig nach und machen schon von Beginn an mächtig Druck. Schon der Opener 'Old Widow's Gloom' legt ohne großes Vorspiel los und bläst sich gleichermaßen durch Boxen und Gehörgänge direkt ins Hirn.

Aber man sollte sich nicht vom fetzigen Gesang und fetten Bass täuschen lassen – es sind nicht so sehr die akustischen Abrissbirnen, die beeindrucken, sondern vielmehr das gekonnte Riffing. Die Gruppe um den The Ocean-Schlagzeuger Jan Oberg schafft einen großartige Klangteppich aus kraftvollen und auch leiseren Tönen. Das zeigt sich nirgends so eindrucksvoll, wie in 'Boundless Void', das nach den vorhergehenden Kraftakten erst einmal einen deutlichen melodischen Gegenpol bildet, ehe gegen Ende des Tracks doch wieder die gewohnte Härte einzieht.

Insgesamt bekommt man hier ein solides Album, das nicht nur fette Einzelsongs aufweist, sondern auch in der Gesamtkomposition zu überzeugen weiß. Empfehlenswert!

Anspieltipps: 'Athena', 'Boundless Void', 'Brimstone'.

Euer KoJe






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