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Verführer

Label: Regain Records (2009)

Nach "Endstilles Reich" kommt nun der nächste Streich der deutschen Black Metal Elite daher. Nach wie vor im Kriegsgewand, sprich Cover. War es vormals eine Ruinenstadt ist es 2009 Kaiser Wilhelm II. mit einem Metzgerumhang und einer Art Machete in der Hand. Wie könnte es anders sein, diese als auch der Umhang Blut verschmiert. Und das Cover spricht für die Art des Albums...

Mal wieder haben es die Herren eine Schippe drauf zu packen, an Hyperblast-Melodiesträngen, an vernichtenden Kompositionen, der damit verbundenen Atmosphäre - Tod, Vernichtung, Leid, nichts von Rest in Peace.

Gitarrenriffs präzise wie ein Skalpell, aber unglaublich schnell mit sehr viel Gespür für Klangwände. Mit Tempiwechsel zur Untermalung der Atmosphäre und der unverkennbar aggressiven, hasserfüllten, misanthropischen und zugleich erhabenen Stimme. Das Besondere, was unbedingt erwähnt werden muss und die größte Neuerung darstellt ist die Vielfalt von Midtempo-Parts, die es in dieser Fülle noch gar nicht gab bei Endstille. Diese Parts lassen dieses Album noch wuchtiger erscheinen als die hinlänglich bekannten, vorherigen Releases. Was auf "Endstilles Reich" begonnen wurde findet hier seine Fortsetzung. Als Lauschproben, wobei dies bei Endstille mir unnötig erscheint, möchte folgende Songs angegeben haben: 'Hate Me...God?', 'Symptoms' oder auch für Nostalgiker, Fans der früheren Releases, '...Of Disorder'. Mein persönlicher Lieblingssong ist 'Depressive / Abstract / Banished / Despised'.

Mein Tipp: Holt euch die vertonte Vernichtung, mit sehr viel Esprit. Geiles Album, Hammer!

Car Sten






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