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Painstained

Label: Spinefarm Records (2009)

Was für einen weiten Weg haben Entwine schon hinter sich gebracht! Wie so viele andere skandinavischen Bands haben sie als zutiefst diabolische Death Metal Band angefangen. Dann wurden sie von Platte zu Platte melodischer und melancholischer – und nun sind sie an einem Sound angelangt, der sie problemlos zu Konkurrenten von Bands wie Lacuna Coil oder H-I-M macht. Wundersame Metamorphosen!

Doch was soll ich sagen? Das neue Langeisen klingt recht frisch aus den Boxen und weiß schon beim Opener 'Soul Sacrifice' (keine Santana Cover Version!) musikalische Akzente zu setzen. Die Marschrichtung wird gleich klar: Alles soll eingängig aber düster sein. Und Melancholie verbreitet man auf "Painstained" in ausreichendem Maße. Das mag heute nicht mehr sonderlich originell erscheinen, aber was ist heute schon noch originell? Eben.

Und dann darf man sich auch einmal an einer Platte mit guten Melodien und einer amtlichen Prise Melancholie erfreuen, auch wenn diese vom VÖ her besser in den Herbst gepasst hätte. So, ich hole mir jetzt noch geschwind eine Packung neuer Papiertaschentücher und höre mir die CD noch einmal an. Die Welt ist so schlecht. Schnüf.

Frank Scheuermann






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