Reviews

9 Elements Of Inner Vision

Label: Massacre Records (2004)

Prog Power aus Australien. Ja, richtig gelesen. Es gibt musikalisch noch mehr aus dem 5. Kontinent zu berichten als AC/DC und Kylie Minouge. Hinzu kommt, dass „9 Elements Of Inner Vision“ von langer Hand vorbereitet wurde. Eyefear existieren nun schon geschlagene 10 Jahre, in denen sie immer weiter am eigenen Stil gefeilt und nach einigen Line-Up Wechseln nun den Startschuss für die erste größere Produktion gegeben haben. Am Mikro steht mit Danny Cecati ein alter Bekannter. Der Gute war bereits bei den Landsleuten von Pegazus aktiv, deren Daseinberechtigung ich nach wie vor anzweifele, ändert aber nichts daran, dass Danny ein richtig guter Sänger ist, wie er auch auf dieser Scheibe zweifelsohne unter Beweis stellt.

Nach einigen Durchläufen bleibt festzustellen, dass die Scheibe zwar gefällt, jedoch auch einige Schwächen aufweist. Die größte liegt darin, dass sich die Songs fast wie ein Ei dem anderen ähneln. Unterschiede zwischen den Stücken sind rar, dass Strickmuster ist immer das Gleiche. Die Tracks sind allesamt im Midtempo Stil angesiedelt, die rühmliche Ausnahme sind ,Where Clouds Divide’, ,Pt. 1 Dreams’ und ‚Pt. 2 Altered Visions’. Hier bricht man endlich mal aus dem gewohnten Trott heraus, legt tempomäßig ne Schippe drauf und erzielt damit auch den gewünschten überraschenden Effekt. Mehr davon beim nächsten mal erwünscht. Ansonsten sind die Stücke technisch sehr sauber gespielt, mit einer Menge Breaks versehen und dem gewohnten Maß an Melodiebögen. Abgerundet werden die Tracks durch die majestätischen Keys, die zwar nicht gerade innovativ wirken aber die Stücke durch den bereits erwähnten Sound veredeln. Anspieltipps sind die o. g. stilistischen Ausreißer.

Potential ist bei Eyefear vorhanden. Hervorragende Musiker und ein sehr guter Sänger, da sollte es doch gelingen, die Schwächen für die nächste Scheibe auszumerzen. Man darf gespannt sein.

Oliver Bender






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