Reviews

Der Arsch auf deinem Plattenteller

Label: Cargo Records (2018)

Das nächste Album Truppe um Mastermind und Frontfrau Lizal und Mitbegründer Bons, der für die Drums zuständig ist steht an, die Stores der Nation zu stürmen. Die Truppe ist wie immer, ihr Markenzeichen, musikalisch nicht nur Punk sondern auch Ska oder Metaleinfluss. Inhaltlich sind sie wie immer kritisch, nachdenklich oder mit dem Finger in der Wunde. Die Sprache ist verblümt, witzig mit gelegentlichen Enden die unter der Gürtellinie landen. Eines ihrer liebsten Themen ist die Musikindustrie, so auch wieder auf diesem Album …
 
Man hätte den ersten Song auch ein Instrumental-Intro taufen können, stattdessen versieht man das Ganze noch mit ein wenig Text, viel Augenzwinkern und dann heißt es eben ‚Der Producer hat gesagt, wir brauchen ein Instrumentenintro‘. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Egomanie im Web, die „Freunde“ die man nicht kennt und die Einsamkeit gegen die man mit diesen Freunden kämpft, aber unterm Strich bleibt nur die Erkenntnis: Man ist allein! Dies gibt es in sprachlicher Direktheit, auf einem Punk-Ska-Bett aus Tönen zu den Titeln ‚Zu lange Winter in Berlin‘ und in ‚Borderline Flashmob‘. Die Nachdenken-Titel sind reichlich, die musikalische Darreichungsform gemixt, aber am Ende steht ein sehr kritisches Werk mit 17 Songs, wenn man den Hiddentrack dazu nimmt …
Mein Tipp: Wer Punk mit Tiefgang, ehrlichen Worten ohne zu sehr ins Derbe zu rutschen haben möchte, ist mit dieser Scheibe wunderbar bedient. Eine Scheibe Zeitgeist und Mentalität. Dazu noch ein Gastauftritt von Wölfi von den Kassierern und schon haben wir ein sehr sehenswertes Album am Start. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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