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Nostradamus

Label: Century Media (2004)

Könnt ihr euch noch an die 90-er Jahre erinnern? In der guten alten Zeit, als noch die ultra harten und Hochkaräter wie Morbid Angel, Death, Deicide, Obituary oder auch Cannibal Corpse in aller Munde waren, diese Bands Deathmetal salonfähig machten? Tja, diese Zeit ist nun vorbei, die alten Helden gibt es immer noch. Aber um nicht nur von der alten Zeit schwärmen zu können bedarf es auch einer ab und an guten Auffrischungskur für dieses Genre: Ohne Newcomer Bands, die einen frischen Wind einstreuen, hätten die alten Recken keine Herausforderung mehr und alles würde zu einseitig werden. Zum Glück gibt es aber immer wieder Bands, so zum Beispiel Devine Empire, die sich auf machen ihren Namne in das Geschichtsbuch einzutragen. Und das gelingt ihnen wahrlich vorzüglich. Old School Death meets the 21th Century, kann ich da nur sagen. Amerikas Deathmetal Szene erwacht, dank dieser, fast nur in Undergroundkreisen bekannten Band, zu neuem Leben: Herzerfrischendes, verzauberntes Geröchel strömt einen entgegen, dazu noch permanentes Doublebass, treibend und gewaltig. Harte, brutale, oftmals auch brachiale Gitarrenriffs, aber ebenso schleppende Sounds strömen einem entgegen, wenn man den Playknopf betätigt. Bei diesem Silberling handelt es sich um das bereits dritte Album der aus dem Sonnenstaat kommenden Amerikaner. So aufsehend erregend das Debutalbum, „Redemption“ in der Weltpresse abgefeiert wurde, genauso dürfte, wenn nicht sogar noch einen Tick mehr an Jubelarien müsste es für diese Scheibe geben. Jeder einzelne Song ist ein klasse Genickbrecher. Eine absolute Hammer Platte. Beispiele, um bei eurem örtlichen CD-Dealer vorsprechen zu können? Kein Problem: ,Manifestation’, ,The Pain Remains’ oder auch ,Aggravated Battery’. Mein Tipp: Ein absoluter Brecher. Tinitus und Genickschmerzen garantiert!

Carsten Rothe






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