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Las Nochas Que Me Invente

Label: Locomotive Music (2005)

Nach den überaus erfreulichen Schweinerock und Punk-Exporten aus nördlichen Gefilden (will besagen: Skandinavien; man denke nur an die Hellacopters, Turbonegro, Backyard Babies und die kürzlich von uns gegangenen Gluecifer (R.I.P.)) widerfährt uns jetzt eine Invasion von der iberischen Halbinsel. Durfte ich mich kürzlich noch lobend über Hamlet äußern, so sind heute ihre Labelkollegen namens Dikers an der Reihe. Die drei Mann verstehen es, das Feld des klassischen Punk auf konventionelle Art zu beackern und dabei ein gut anhörbares Scheibchen zu schustern, das Freunden von Latino-Klängen einige Freude bereiten dürfte. Kurz und knapp könnte man sagen, dass Dikers den Soundtrack für minderjährige Punks abliefern, die gezwungen sind, mit ihren Eltern einen Sommerurlaub in einer „Eimersauf-Ferienkolonie-mit-1A-Animation“ zubringen zu müssen. Wer also schon immer einmal unter der südlichen Sonne pogen wollte, der kann hier bedenkenlos zuschlagen (oder –treten).

Frank Scheuermann






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