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Issue VI

Label: Nuclear Blast (2005)

Diese Band sollte nun wahrlich jeder Fan der härteren Gangart kennen. Seit mehreren Jahren mit konstant geilen Alben, vielen kleinen Gigs und sympathischer Ausstrahlung haben sich die Jungs verdientermaßen eine Fanbasis erspielt. Diese wartete natürlich auf das neue „I“-Album der Dews. „Issue VI“ ist so auch genau das geworden, was man erwarten durfte, ein volles Brett technischen und trotzdem eingängigen Death/Thrashs. Leif Jensen hat sich stimmlich erneut gesteigert, singt noch verständlicher trotz vollem Deathgegrowle, die Gitarren haben zusammen mit dem Bass noch mehr Killerlines und Bangparts auf Lager, als auf dem Vorgänger. Einzig die Produktion ist zwar immer noch von Herrn Claasen, aber gerade die Drums klingen ein wenig zu dünn und trocken, es fehlt die Wärme im Doulebasssound, auch die Gitarren klingen nicht mehr ganz so geil nach Gewitter wie auf „Inwards“. Trotzdem ist die Scheibe alles andere als schwach geworden, da Songs wie ‚Rituals Of Time‘, ‚Turn To Ash‘ und ‚Prison Of Reason‘ einfach absolute Hits, die niemand ernsthaft schlecht finden kann. Im Ganzen ist die Scheibe nicht mehr durchgängig flüssig, sondern beinhaltet auch eher vertrackt angelegte Songs, die sich nicht so direkt erschließen wie es noch auf den Vorgänger der Fall war. Die Geschwindigkeit jedoch ist nicht geändert worden, es geht immer noch ab wie Schmidts Katze, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Spaßfaktor bleibt so enorm hoch, da es immer wieder fasziniert, wie sich die einzelnen Musiker ergänzen und ein Inferno aus ihren Instrumenten zaubern, das trotz aller Facetten und Schmankerl meistens einen hohen Abgehfaktor besitzt. Alle Fans dürfen blind zugreifen, gerade da mit dem Zeke Cover ‚Evil Dead‘ wieder ein cooler Song mit auf die Scheibe genommen wurde. Gutes Album, das aber „Inwards“ nicht toppen kann.

Christian Kremp






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