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Dark At Dawn

Label: AFM Records (2006)

"Dark At Dawn" ist nun schon das fünfte Studioalbum der Band. Nach einiger Verzögerungszeit, die den Fans wohl sehr zu schaffen machte, steht nun der Longplayer seit 01.September 2006 in den Plattenläden zum Erwerb bereit.

Von den ersten zwei Tracks konnte man schon auf der Website der Jungs im Voraus kosten. Und das trifft schon beim Einsteiger 'The Alliance' die feinen Geschmacksnerven der Hörer. Aggressiver Gesang, harte Gittarenriffs und kräftige Drums ziehen sich gnadenlos durch den markelosen Track und poltern mit aller Kraft in den Refrain ein. Ein klein wenig ruhiger, aber mit der gleichen Intensität geht es bei "Dark and Dawn" zu, der ebenfalls zum reinhören auf die Website gestellt wurde. Eine wahrhafte Meisterleistung haben Dark At Dawn  mit  'Avalon' , eine wundervolle Halb-Ballade, geschaffen. Mit ruhigen Flötenmelodien beginnt der Track, bevor mit Drums und Gitarren Thorstens Gesang eingeleitet wird, der einem die Gänsehaut über Rücken und Arme laufen lässt. Großartig wie der Frontmann mit seiner tiefen, rauen Stimme den Refrain 'Avalon' singt oder eher ehrfürchtig und sehnsüchtig ruft? Weg von der Ballade hin zu 'Crossbreed', der vierte Track. Man wird zwar etwas unsanft aus einer eher ruhigeren Phase rausgeholt, aber dafür mit einer Power der man sich nicht entziehen kann. Ab ins Auto, volle Lautstärke und den Refrain mitgrölen: "Deep Inside My Soul". Ein großartiger Song den man am liebsten Repeat laufen lässt. Lässt man es jedoch sein, macht es der Kopf von selbst. Immer wieder hört man sich singen "Deep Inside My Soul"! Mit uneingeschränkter Power geht es weiter mit 'Roses Of Light' und 'Road To Eternity', beides nicht zu überhörende Songs, die gerne öfter gehört sein wollen. Der Abschluss des Albums hätte doch etwas aufregender sein können. 'Sons Of The Sea' ist ein relativ gut gelungener Track, jedoch mit seinen 05:09 Minuten etwas zu lang geraten. In einer kürzeren Fassung hätte er prima in das neue Werk rein gepasst, aber nicht als Schlusslicht. Hier ging der Band ein wenig die Puste aus.

Besonders zu empfehlen sind 'The Alliance', der perfekte Einstieg ins neue Album, 'Avalon' eine großartige Ballade, passt einfach super hier rein und 'Crossbreed' ein Song der unweigerlich einen dazu zwingt, den Regler aufzudrehen und mitzugrölen egal um welche Uhrzeit. "Dark At Dawn", ist ein wirklich gutes Album, dass kaum Schwächen aufweist. Hoffen wir, dass der Ausstieg Thorsten Sauerbreys und die ungewisse Zukunft der Band keinen Einfluss auf die Kauflust der Fans hat, denn das hat die Scheibe eindeutig nicht verdient.

Stefanie Krämer






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