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Label: Made in Germany (MIG) (2010/1984)

Nobel geht die Welt zugrunde...Aber manchmal beginnen Dinge einfach mal nobel. Wie in diesem Fall die Veröffentlichungen eines neuen Labels: M(ade) I(n) G(ermany). Als ersten richtig eigenen Release haben sich die Hannoveraner dabei ein Konzert der Rocklegende John Cale aus dem Jahr 1984 ausgesucht, das seinerzeit für den Rockpalast aufgezeichnet worden ist.

Der ehemalige Chefdenker der legendären New Yorker Band The Velvet Underground ließ sich damals von einer absolut tight aufspielenden Band begleiten und sorget mit ergreifenden und zum Teil sehr fragilen Versionen seiner größten Klassiker und einiger VU Kostbarkeiten für einen unvergesslichen Konzertabend bei allen, die das Glück hatten, im Besitz gültiger Eintrittskarten zu sein.

Dabei unterscheiden sich die hier dargebotenen Songs zum Teil grundlegend von den Aufnahmen, die einige Jahre zuvor auf dem verstörend brutalen "Sabotage" Album gelandet waren. Als Bonus finden sich noch vier Stücke, die bereits ein Jahr zuvor bei einem Solokonzert des Mannes in schwarz mitgeschnitten worden waren.

Was war jetzt also an dieser Scheibe nobel, wie ich eingangs so treffend erwähnt habe? Nun, diese im März erscheinende CD/DVD erscheint vorab in einem edlen Klappcover mit zwei Scheiben feinsten 180g Vinyls, das Ganze auf weltweit 2500 Exemplare limitiert. Und da die Scheibe genial ist und über einen schier unglaublich guten Klang verfügt, heißt es schneller zugreifen als ein geölter Blitz. Es lohnt sich (selbst wenn die Bonusstücke klanglich etwas abfallen). Ach, würde doch nur jedes neue Label so anfangen!

Frank Scheuermann






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