Reviews

Crown, The
Crowned In Terror

Label: Metalblade (2002)

Nach 2 Jahren Wartezeit und unzähligen Verschiebungen des Veröffentlichungstermins stand am 8.4.02 endlich das neue The Crown–Album „Crowned In Terror“ an. Erneut über Metal Blade veröffentlicht, erwartete wohl jeder Fan einen weiteren Kracher im Stile des Vorgängers „Deathrace King“. Doch zunächst gab es eine nicht unwesentliche Line-Up Veränderung: Sänger Johan Lindstrand verließ die Band und wurde durch Thomas (Tompa) Lindberg (Ex-At The Gates, Skit System, u.a.) ersetzt.

Dennoch wird weiterhin Death Metal at it’s best geboten, allerdings nicht mehr so eingängig wie noch auf dem Vorgänger. Der Punkeinfluss wurde zurückgefahren bzw. verschwand, auch durch den neuen Sänger. The Crown sind härter geworden, fahren immer noch ein volles Highspeedbrett, aber es braucht doch mehrere Durchläufe bis die Lieder sitzen. Dann aber zeigen die Songs ihre Qualitäten und dürften keinen Deathmetalfan kalt lassen. Stürmisches Drumming, schön harte Bassläufe (bestes Bsp.: Anfang von ‚Satanist’), keine ausgeleierten Riffs, sondern innovatives immer im Metal verwurzeltes Gitarrenspiel, wobei hier im Solospiel sogar Heavy Anleihen auszumachen sind (‚World Below’).Dies alles paart sich mit Tompas Gesang, der einfach anders gelagert ist und einiger Umgewöhnung bedarf.

Ausfälle gibt es eigentlich keine, hervorzuheben sind die ebengenannten ‚Satanist’, ‚World Below’, ‚Death Is The Hunter“ sowie ‚The Speed Of Darkness’, welches auch auf dem letzten Album hätte stehen können. Hier wird rausgerotzt was das Zeug hält, mit Killerrefrain und - dickes Extraplus - einem göttlichen Zitat von der Knight Rider-Anfangsmelodie (D.Hasselhoff, ´ein Mann und sein Auto gegen das Unrecht´) im Mittelteil. Die Produktion, zum Glück nicht Fear Factory-like, sondern eher traditionell druckvoll, was insbesondere dem Schlagzeug (Wärme) und dem Bass zugute kommt, unterstützt den eigenständigen DM-sound von The Crown und entstand in dem mir unbekannten Mega Studio in Schweden.

Fazit: Auch wenn Überhits wie ‚Total Satan’ oder ‚Blitzkrieg Witchcraft’ fehlen muss man diese Scheibe (am besten als LP) haben, da 90% der momentanen Veröffentlichungen nicht an sie heranreichen.

Christian Kremp






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