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In The Name Of Rose

Label: LMP Music (2005)

Wenn der Infozettel schreibt, daß Panos Dedes, Fronmann dieser seltsam benannten Griechen-Truppe um ein Haar den vakanten Posten Halford´s bei Priest übernommen hätte, dann wird man als Rezensent und Fan natürlich hellhörig. Wenn dann auch noch Vergleiche mit Metal Church, Queensryche, Liege Lord oder King Diamond bemüht werden, ist es um einen schließlich ganz geschehen, und der Deckel wandert mit zitternden Fingern in die Rotiermaschine…

...um nach wenigen Sekunden in freudiger Erregung erst mal ein „Fuck, yeah, Power Metal!!!“ zu provozieren. Geil!!! Viel mehr Worte bedarf es nicht, um den Opening-Brecher ‚I´m Your Master’ zu beschreiben. Hier geht einfach nur die Luzie ab und der Basspart des Langholz-Monsters lässt einen nur noch das anatomische Esszimmer vergrößern! Zwar hat Dedes´ Stimme genauso viel Ähnlichkeit mit der von Halford wie eine Maus mit einem Elefanten, aber der Mann hat nichtsdestotrotz ein dermaßen geiles Organ und passt mit seiner unaufdringlichen Stimme perfekt zur Musik, der ich hier mal eine gewisse Ähnlichkeit zu den genialen Mystic Prophecy bescheinigen möchte. Hin und wieder können auch Parallelen zu Running Wild zu ihren besten Zeiten gezogen werden; ‚Vengeance Is My Law’ klingt, als hätte der olle Kasparek persönlich hinter dem Mikro Platz genommen und gleich auch noch einige Gitarren beigesteuert, während das getragene ‚Edge Of A Knife’ Ähnlichkeiten mit Deutschlands derzeit besten Wahrhaftig-Metallern Paragon aufweist.

Um´s kurz zu machen: „In The Name Of Rose“ dringt mal stampfend, mal die Fresse polierend ins Ohr ein und vereint Zitate aus dem amerikanischen Power Metal-Sektor und europäischem, hymnischen Heavy Metal zu einem Werk, das sensiblen Nackenmuskulaturen einen nicht unerheblichen Schaden zufügen könnte. Geile Scheibe, die mit einer von R.D. Liapakis gefertigten Hammerproduktion abgerundet wurde!

Michael Meyer






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