Reviews

Byford, Peter Biff
School Of Hard Knocks

Label: Warner Music (2020)

Schlappe 41 Jahre, nachdem Saxon ihr erstes Album im Rahmen der NWOBHM auf die Menschheit losgelassen haben, versucht sich jetzt deren legendärer Sänger Biff an seinem Solodebut. Eine Hommage an den kargen Norden mit seinen knorrigen Typen, die eine Lautsammlung als Sprache von sich geben, die man nur mit viel Wohlwollen der englischen Sprachfamilie zurechnen kann.

Stellt sich also die Frage: Wie weit vom Jagdrevier seiner Stammformation wird er sich wegbegeben? Wir ahnen es: Er bleibt in Rufweite. Als ich ihn einmal nach der nächsten Saxon Scheibe befragte, antwortete er sinngemäß: "Es beginnt mit etwas Metal, dann kommt Rock & Roll und dann wieder Metal!" Und so könnte man "School of Hard Knocks" ebenfalls auf den Punkt bringen. Wenngleich sie etwas mehr im traditionellen Hardrocksektor zu verorten ist.

Dazu addiere man zwei Coverversionen - eine davon auf den ersten Blick plausibler als die andere: Mit "Scarborough Fair", dem alten Folksong, den jeder über Simon & Garfunkel kennt, hätte man eher weniger gerechnet. Dagegen kommt "Thrown Down The Sword" von Wishbone Ash weniger überraschend, auch wenn mir die Originak version besser gefallen möchte. Begleitet wurde Herr Byford von Musikern aus dem Opeth-Umfeld, dazu von einigen alten Freunden.

"School Of Hard Nkocks" ist eine stimmige, wenngleich unspektakuläre Hardrockscheibe geworden, welche die Wartezeit auf den nächsten Saxon-Streich geschickt zu verkürzen weiß.

7,5/10

Frank Scheuermann 






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