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Slayer of Gods

Label: Ranka Kustannus (2016)

Nach ewig anmutenden fünf Jahren das nächste Lebenszeichen der ambitionierten Finnen, die sich im Paganmetal-Revier herumtreiben. In einem, aus finnischer Sicht, dicht besiedelten Gebiet. Um dort Fuß fassen zu können bedarf einiges an musikalischer Durchschlagskraft und Überzeugungsfähigkeiten. Überzeugungstäter sind sie schon mal, denn das Album wurde komplett von ihren finanziert und auch gemastert. Und der Rest?

Das Album ist eine einzige Walze und klingt wunderbar nicht nach den Bands, die einem in den Sinn kommen wenn man an finnisch geprägtes Paganmetal denkt! Eigenständigkeit in Komposition, Klang und Lyrics, so wie man es sich wünscht. Unser Album „Slayer of Gods“ beginnt mit einem schönen Intro bevor man gleich eine Hymne auf die Ohren bekommt, man könnte aber auch von einer Ode sprechen, da der Song auf den Titel ‚For those who Died‘ hört. ‚Risen‘ hat auch dieses Gen ein ganz großer zu werden, durch den Einsatz von einem mixed Choir Vocals, dazu noch die tendenziell enthaltenen progressiven Züge, das wummernde Doublebass und die schönen und teilweise auch zermürbenden Gitarrenläufe nebst den Growls als Hauptstimmfarbe. Mit diesen Überraschungen geht es das ganze Album über weiter. Als weitere Anspieltipps würde ich noch ‚Nephilim‘, den Titeltrack ‚Slayer of Gods‘ und ‚The Rain‘ anführen wollen.

Mein Tipp: Ein Album fern von allem was man bisher mit Finnland und Pagan in Verbindung gebracht, denn diese Jungs bringen noch den hymnischen Charakter, eine massive Melodic-Line sowie die choralen Einsätze mit, was das ganze Album massiv fetter wirken lässt. Testen und verlieben, ist das Gebot der Stunde! Die Pommesgabel zum Gruße!!!

10/10

Car Sten