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Universal

Label: Indie Recordings (2010)

Schon beim Opener 'Havoc' wird klar, was den Hörer erwartet: Blastbeats und das volle Hassbrett! Dabei donnern schnelle Riffs aus den Boxen, der Gesang ist ultraaggressiv und die Keyboards tönen majestätisch. Im Chorus versteckt sich fast schon zuviel Eingängigkeit. Richtig melodisch wird es dann im sich direkt anschließenden 'Reason', das gegen Ende nämlich geradezu akustisch einiges zu bieten hat und damit beweist, dass die Schwarzpeter nicht nur ballern können als gebe es kein morgen...

Dass im weiteren Verlauf der Scheibe auch einmal doomige Elemente hervorgekramt werden macht die Scheibe bestimmt nicht schlechter. Wie soll man diese Platte denn nun bewerten, die nach fast sechsjähriger Wartezeit das erste Lebenszeichen (außer einem Sampler und einer akustischen EP) ist? Für Fans ist jedenfalls die lange Zeit des Wartens vorbei, es gibt wieder echtes, neues Material ihrer Lieblinge. Auch wenn die Scheibe bestimmt keine Maßstäbe setzt, so enthält sie doch unterm Strich alle Trademarks, für die Borknagar stehen. Und viel mehr kann man eigentlich von einer Band kaum erwarten.

Frank Scheuermann