Reviews

Horrorshow

Label: Intergroove (2009)

Die Bionic Ghost Kids verquirlen Bühnentheatralik im Stile von Alice Cooper und Marilyn Manson mit dem melodischen Gespür von Eurodancesounds, den Screamattacken des Extremmetal und garnieren es mit Kinderliedertechno im Stil von Blümchen. Dazu wird ein Konzeptalbum im Geiste klassischer Progressive Acts geschmiedet, Comics wie zuletzt bei KISS gezeichnet und in Umlauf gebracht.

Hier bewegt sich im Untergrund der Hauptstadt wirklich einiges. Zugegeben, die Musik hat absolut ihre Reize und man hört ihr geradezu das Herzblut der beteiligten Musiker an. Gerade der abrupte Wechsel zwischen brachialen Parts und hemmungsloser Diskothekenanbiederung hat was. Mir persönlich ist das zwar auf Dauer (wegen der poppigen Parts, nicht wegen des Geschreis!) zu anstrengend, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, warum die Bionic Ghost Kids mittlerweile zum absoluten Kulttip geworden sind.

Vor allem in den Konzerthallen muss die absolute Party abgehen. Das würde ich sehr gerne einmal miterleben. Für alle Novizen der Bewegung sei hier stellvertretend 'Poison Ivy' als Anspieltipp gegeben. Interessant und kultig umgesetzt!

Frank Scheuermann






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