Reviews

Hellbassbeaters

Label: Frontiers Records (2008)

Man nehme: Vier deutsche Bassisten von Top Metal Acts, garniere sie mit drei Sängern, unterlege dies mit Schlagzeugspuren und lade dazu insgesamt fünfzehn (!) Gastbassisten als Solisten (!) und fertig ist ein zumindest Aufsehen erregendes Projekt. Dabei handelt es sich um das Baby von Helloween und Easy Living Bassist Markus Grosskopf, der als Partners in crime Peavy (Rage), Schmier (Destruction) und Tom Angelripper (Sodom) ins Boot geholt hat. Als Solisten haben wir dann Leute wie Dennis Ward (Pink Cream 69), Marco Mendoza (Whitesnake, Thin Lizzy), Billy Sheehan (Mr Big, Talas) oder Joey Vera (Armored Saint), nur um einmal ein paar zu benennen.

Der Gedanke, einmal eine komplette Metalscheibe einzutüten, ohne auch nur einen Gedanken an einen Gitarristen zu verschwenden und dafür die Tieftöner ins Zentrum zu rücken ist schon klasse und geht wohl auch auf das eine oder andere Trauma der vier Herren zurück (Welcher Bassist hat sich noch nie solche Sprüche wie: "In unserer Band sind vier Musiker und ein Bassist!" anhören müssen?). So gesehen macht die Platte durchaus Spaß und liefert phasenweise überzeugenden Metal. Allerdings lässt im Lauf der Spieldauer der Reiz des Außergewöhnlichen deutlich nach. Trotzdem macht kein Fan der oben genannten Bands etwas falsch, wenn er sich die Scheibe kauft. Auch Bassisten sollten sich die Platte durchaus zulegen, weil man eben doch Sounds angeboten bekommt, die Bassisten ansonsten selten von sich geben.

Frank Scheuermann 






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