Reviews

Nymphs & Weavers

Label: Record Heaven (2007)

Mein lieber Herr Gesangsverein! Nachdem ich in den letzten Monaten so einige Retro-Rock Schwergewichte in meine heimische Stereoanlage wuchten durfte, glaubte ich schon nicht mehr an eine Steigerung. Und nun flattert mir von den (was sonst?) schwedischen 70er Jahre Fanatikern das erste Werk in neuer Besetzung ins Haus. Und ich muss überrascht feststellen, dass sich an der gigantischen Ausstrahlung dieser Band durch den Verlust ihres Sängers / Gitarristen Andrei Amartinesei nichts geändert hat. Im Gegenteil: Durch Hinzunahme von Fredrik Andersson (Vocals, Guitar, Flute, Organ) und Henry Pyykkö (Guitar) erstrahlt die Band nun in einem noch helleren Licht als noch auf "Hundus".

Musste man sich auf früheren Scheiben die Arbeit an den Tasten und der Flöte noch durch den Einsatz von Gastmusikern sichern, so werden diese Bestandteile nun durch ein etatmäßiges Bandmitglied verrichtet. Über alledem steht aber der Gesang, der mich ausnahmsweise nicht so sehr an die 70er erinnert als vielmehr an Brian Ross, das Sangesurgestein der NWoBHM Legenden Satan, Lone Wolf und vor allem Blitzkrieg. Wenn ihr diese Zutaten mit einer Musik verbindet, die auf deutlich erkennbare Weise zwischen Black Sabbath, Jethro Tull und Uriah Heep angesiedelt ist (um nur ein paar wenige Namen zur Wahl zu stellen), dann habt ihr eine gute Vorstellung dessen, wonach Burning Saviours im Jahr 2008 klingen. Bitte mehr davon!

Frank Scheuermann 






Musicload