Reviews

Mozaiq

Label: Dockyard1 (2007)

Das Sechserteam aus Japan hat mit "Mozaiq" am 20.Juli 2007 ihr nun zweites Album unter Dockyard1 auf den Markt gebracht. Genau wie ihr Debüt "Idolator" ist auch das neue Werk skandinavisch und elektronisch angehaucht. Ob Blood Stain Child wirklich vergleichbar mit Children Of Bodom und In Flames sind, kann man auf "Mozaiq" erfahren.

Schon der Opener 'Exotic-6-Cordinator' macht deutlich das die Scheibe sehr elektronisch ist. Eine verzerrte Stimme hallt aus den Boxen bevor das Tempo durch die einsetzenden Gitarren und Drums enorm ansteigt. Der Gesang im Refrain ist ordentlich und klar, wird jedoch mit harten und aggressiven Vocals eines anderen Bandmitglieds vermischt. Hier gibt's auf alle Fälle interessantes Headbanging auf Elektronisch. 'Cyber Green' ist vom Tempo her etwas geringer gehalten, obwohl hier auch zum Ende hin wieder kräftig angezogen wird. Der Song ist recht gradlinig und glänzt mit einem guten Gitarrensolo. Bei 'Freedom' gibt's Midtempo-Drums, Synthesizing, dunklen Gesang und ruhige Riffs. Gleich zu Beginn wird gezeigt, das Vielfältigkeit für Blood Stain Child kein Fremdwort ist. Im Gegenzug dazu gibt's Up-Tempo bei 'Energy Blast'. In den Vordergrund rücken Keyboards geschmückt mit skandinavischen Riffs. Hier geht's schnell zur Sache, doch der Wiedererkennungswert ist nicht vorhanden. Bei 'Pitch Black Room' gibt's weibliche Vocals zu hören. Gemischt mit weiteren Keyboards, kräftigen Beats, Gitarrensoli und Pianoklägen ein sehr interessanter Song, trotzdem reine Geschmackssache. 'Peacemaker', Track Nummero 10 des Albums ist eher etwas für richtige Technofreaks, oder für die, die es werden wollen aber nichts für Metaller. Das ist etwas zu viel des Guten. Und dabei ist das auch noch der längste Song von "Mozaiq". Mehrere verschwendete Minuten? Da hätte allerhand anderes draufgepasst.
Das Zusammenspiel von klarem Gesang und kreischenden Parts klappt einwandfrei und kann dem Ein oder Anderen (dem so etwas sowieso zu sagt) wirklich gut gefallen. Was ausgelassen hätte werden können, sind die gesprochenen Passagen, die etwas albern rüber kommen.

Blood Stain Child haben ein recht gutes Melodic Death Metal Album fabriziert welches besonders durch die elektronischen Loops auffällig ist. Das Synthesizing ist oftmals zu viel und überflüssig. Songparts werden ab und an durch Keyboard Melodien unterbrochen, was einiges vom Guten wegnimmt. Erfreuend sind die skandinavischen Einflüsse. Blood Stain Child setzen auf Eigenständigkeit, was ihnen ganz gut gelungen ist aber auch noch eine ganze Nummer an Speck zulegen kann. Doch leider muss man sagen, dass es von dieser Art von Musik schon durchaus bessere Scheiben gegeben hat.

Steffie Krämer






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