Reviews

Breed

Label: Face Front (2007)

Breed sind eine neue Formation aus Norwegen, die im Jahre 2004 entstand. Da man von den Skandinaviern ja raue Töne gewohnt ist, machen auch diese Jungs keine Ausnahme, auch wenn die stilistische Richtung in den Heavy Rock Bereich tendiert, der jedoch sehr aggressiv interpretiert wird. Im Vordergrund stehen ganz klar die brachialen Gitarren, deren Riffgewitter in nahezu jedem Song zum Ausdruck gebracht wird. Dazu gesellt sich ein Sänger, der stimmlich irgendwo zwischen Charles Rytkönen (Morgana Lefay) und Lutz Vegas (V8Wankers) liegt und das auch in wirklich jedem Track nach außen trägt. Betrachtet man nur die einzelnen Songs, so haben Breed hier wirklich starkes Material an Bord, alleine schon der Opener 'Bleed In Grey' oder auch 'Remember My Name' dürften jede Halle zum Kochen bringen. Leider versprühen die Jungs auf ihrem Erstlingswerk nicht gerade das, was man Vielseitigkeit nennt und so beginnt die Scheibe spätestens im Mittelteil zu nerven. Ein Track gleicht dem nächsten und wird im oben beschriebenen Schema gnadenlos runtergebrettert. Und so verwundert es auch nicht, dass ein Song Abwechslung in die Platte reinbringt, den Breed nicht geschrieben haben: 'Hole In The Sky' von Black Sabbath. Ansonsten ragt lediglich 'The Lucky Ones' ein wenig heraus, auch wenn der Track klingt, als ob er im Drogenrausch das Licht der Welt erblickte. Die Produktion ist gemessen an den Songs sehr druckvoll ausgefallen, was die Energie der Stücke noch stärker zur Geltung bringt, als es vielleicht notwendig gewesen wäre.

Die Platte beginnt stark, wird jedoch im weiteren Verlauf sehr eintönig. Für die nächste Scheibe wäre ein gehöriger Schuss Flexibilität nicht schlecht, ansonsten sehe ich schwarz - und das nicht nur beim Cover.

Oliver Bender






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