Reviews

Byron

Label: Swell Creek Records (2002)

Deutschland macht mobil, bei Arbeit, Spaß und Spiel...

Nachdem Byron zwei Demos aufgenommen haben und mit Bands wie Jimmy Eat World, Ignite oder Jets To Brazil unterwegs waren, haben sie sich im November 2001 ins Studio begeben, um ihren ersten Longplayer einzuspielen, der nun erhältlich ist. Durch Einflüsse aus den Bereichen Hardcore, New Wave und Punk entstand ihr eigener Stil, den man getrost unter dem Begriff Post-Punk oder Emo einstufen kann. Um auf das obige Motto zurückzukommen: die Band hat diesen Silberling live eingespielt, dadurch fehlt es auf keinen Fall an Spielfreude und man bekommt außerdem mal wieder deutsche Kost zu Gehör, die ja ansonsten recht rar ist. Kommen wir nun zu den Fakten von Byrons erstem Akt: Dieses selbstbetitelte Erstlingswerk beginnt mit einem Mitgröhler namens ‚One Of Us’, der sich nach eher ruhigem Anfang in einen guten Punkrocksong entwickelt. ‚Virus’ ist ebenfalls einer der Songs, die sich beim ersten Hören festsetzten, zwar kommt dieser Song etwas monoton rüber, aber der eingängige Refrain macht da einiges an Boden wieder gut. Der wohl beste Song des Albums ist ‚24 Hours A Day’, starke Parallelen zu Midtown sind nicht zu überhören. Den Abschluss bildet der Song ‚If It Makes Sense’, ein viereinhalb Minuten Track, der durch seine Stilvielfalt ins Auge fällt: abgehacktes aber unheimlich melodisches Riffing, zweistimmiger Chorus, ein depressiver Gesangspart, etc. Alles in Allem ein gelungenes Debüt, das handfeste Musik zu bieten hat und durch gelegentliches musikalisches Aufblitzen überzeugen kann. Trotz alle dem würde ich es als Mittelmaß im internationalen Vergleich ansiedeln. Mir fehlt nur noch der eine Funke, der einfach nicht überspringen will, damit man international mithalten kann.

Nils Manegold






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