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Serenity EP

Label: I Scream Records (2004)

Das wirklich schöne an der Arbeit, für dieses Magazin zu schreiben liegt darin, immer wieder auf zuvor völlig unbekannte Bands zu stoßen, die nach der Besprechung einen ganz besonderen Platz im heimischen Platten-Regal erhalten werden. Hierzu zählt nun auch Blood For Blood, eine ungemein energiereiche Band, die mich auf Anhieb überzeugte, und deren Songs für lange Zeit nicht den Weg aus meinen Hörorganen fanden.
Bereits 1995 fanden sich die vier Jungs in Boston zusammen, um den HC zu zelebrieren. Und „Serenity“ ist tatsächlich ein Fest, nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Beine und die Nackenmuskulatur. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, der bei diesen schwungvollen Riffs nicht mit abgehen will. Allein wegen der sehr melodiösen und doch scheiße schnellen Lieder müssen die Live Auftritte der Band phänomenal sein, ich denke nicht, dass bei Songs wie ,Serenity’ oder ,Live The Lie’ irgendein Pit sich der überkochenden Power erwehren kann. Leider ist die Sommer Tour von Blood for Blood spurlos an mir vorbei gegangen, dabei hat das Quartett unter anderem auf dem Full Force Festival gespielt.

Diese Band sei, nach Aussage des Gitarristen, eine Möglichkeit dazu, der Gesellschaft ins Gesicht zu spucken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Band Musik macht über den Dreck den man täglich auf der Straße sieht und trifft.

Musikalisch würde ich den Stil der Band in eine Liga mit Madball oder The Hoods stecken, wobei mir doch die Texte von Blood For Blood verdammt gut reingehen. Eindrucksvoll wird von Hass und Freundschaft, Vertrauen und Enttäuschungen, Zorn und Rückhalt gesungen. Die Instrumente sind fett, doch nicht übertrieben.

Einzig die Tatsache, dass die 7 Track CD nur sechzehn Minuten dauert möchte ich an diesem perfekten Werk bemängeln, das unter I Scream Records rausgekommen ist.

Tim Ruhl






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