Reviews

Rise Pantheon Dreams

Label: Peaceville Records (2002)

Ein neues Album, der Gothik Band, dachte ich zuerst, aber nein, seit vier Jahren aufgelöst hat sich daran nichts geändert. Aber was ist es dann, tja Peaceville bringen eine Best-of-Scheibe von The Blood Divine heraus. Wie immer fehlen zwar ein paar Höhepunkte, im Großen und Ganzen ist das dennoch annehmbar.

Aber bevor die Tracks vorgestellt werden, möchte ich zuerst noch einmal den Stil der Band und deren prominente Mitglieder vorstellen (Starkult yeah!). Darren J. White wird einigen vielleicht noch von Anathema bekannt sein und eben jener gründete 1996 diese Band, als seine Stammband noch tiefer im Death Metal verwurzelt war. Keyboarder Benjamin Ryan war später bei Cradle Of Filth tätig und unterstützt hier mit sehr wohlklingender Keys (mal Hammond-, mal Kirchenorgel) den rockigen (gelegentlich sogar etwas rolligen) und metalligen Sound der Engländer. Getragen von der Stimme des Herrn White, die des Öfteren etwas zu weinerlich klingt, bauen die Songs eben jenes Gothik-Feeling auf, das man heute nur noch selten findet. Die Melodieführung, die immer rockenden Rhythmen und auch der Abwechslungsreichtum, der gelegentlich auch in Punkgefilden wildert (‚Revolt’), kommen heute nur noch selten derart passend verschmolzen vor. Tanzbar und trotzdem hart, wie etwa ‚Aureole’, darin liegt der Reiz des Materials von The Blood Divine.

Bliebe noch ein Verweis auf weitere Hits (klar bei einer Best-of): ‚Sensual Ecstasy’ und ‚As Rapture Fades’. Neueinsteiger und Nichtkenner der Band sind mit diesem Release gut beraten und eine andere Gruppe sollte ein Best-of Veröffentlichung, selbst wenn vier live bzw. unreleased Tracks auf der CD zu finden sind, auch nicht ansprechen.

Christian Kremp






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